|
Horst Evers hat an der Freien Universität Germanistik und Publizistik
studiert. Gelegentlich jobbte er als Taxifahrer und Eilzusteller
bei der Post. Bereits während des Studiums schrieb er erste
Texte, die er anfangs in der Zeitschrift Salbader veröffentlichte,
später aber selber in der Mensa vortrug. Ermutigt vom Erfolg,
wollte er seine Erzählungen schon bald einem größeren Publikum
zugänglich machen und gründete mit Kommilitonen «Dr. Seltsams
Früschoppen», der mittlerweile jeden Sonntag in der Kalkscheune
stattfindet und im Jahr 2000 sein zehnjähriges Bestehen feierte.
Es sind größtenteils die kleinen, absurden Begebenheiten des
Alltags, die ihm als Vorlage für seine Anekdoten dienen. «Meine
eigentliche Arbeit besteht dann darin, das Erlebte zu pointieren
und eine Dramaturgie hinein zu bringen.» Horst Evers bezeichnet
sich selbst als Geschichtenerzähler, eine Tätigkeit, die er
zwischen Kabarett und Comedy ansiedelt.
Trotz langjähriger Erfahrung begleitet ihn immer noch Lampenfieber:
«Ich bezeichne mich selbst als Auftrittspaniker. Bei jedem Auftritt
gehe ich davon aus, dass wir alle sterben müssten. Und wenn
dem so wäre - ich wäre darauf vorbereitet.» Bislang hat er jedoch
noch jeden Auftritt schadlos überstanden.
Mit seinen Geschichten gewann Evers in der Münchener
Reithalle den begehrten Paulaner Kabarett Preis, den Salzburger
Stier 2001 und den Prix Pantheon 2001. Zusammen mit dem Mittwochsfazit
2002 den "Deutschen Kabarettpreises 2002", verliehen
vom Nürnberger Burgtheater und allein den 2. südwestdeutschen
Kleinkunstpreis die Tuttlinger
Krähe.
2008 erhielt er den Deutschen Kleinkunstpreis in der Sparte "Kleinkunst".
2003 hat er einen Liederzyklus
über die Berliner Bezirke abgeschlossen und besingt
sie zusammen mit Bendikt Eichhorn.
Die Süddeutsche Zeitung schreibt über
ihn:"Evers Geschichten sind federleicht, voll fatalistischen
Humors. Einfach klasse. Eins mit Stern! Ein Glücksfall
für das Kabarett."
Das Buch: "Die Welt ist nicht immer Freitag"
und die erste Solo-CD sind im März 2002 veröffentlicht
worden. Einige Bilder von der Freilassungs-Show mit Benedikt
Eichhorn in der Kalkscheune:
|