Author: Helferlein

Herzlichen Glückwunsch

Neues aus dem Mikrokosmos des Absurden. Horst Evers, der Seismograph des Berliner Kiezlebens, meldet sich mit neuen haarsträubenden Geschichten zu Wort, die trösten und „einem das beruhigende Gefühl geben, dass man nicht allein ist mit der Verzweiflung über die mangelnde Ordnung der Dinge in der Welt“. (taz) “Horst Evers ist der Meister des Absurden im Alltäglichen, oder umgekehrt.” (Frank Goosen)

1 CD, 2009 ISBN: 978-3-8371-0155-3 Preis: 15,95 EUR




Schwitzen ist, wenn Muskeln weinen

Horst Evers liest, singt und erzählt im ganz neuen Programm „Schwitzen ist, wenn Muskeln weinen“ viele kleine Geschichten aus dem Hier und Jetzt. Geschichten, die allerdings sehr komisch sind. Denn ohne Lachen wäre auch ihm die ganze Gegenwart nix.
1 CD, 2008
ISBN: 978-3-86604-921-5
Preis: 15,95 EUR


Mehr vom Tag

Es sind größtenteils die kleinen, absurden Begebenheiten des Alltags, die ihm als Vorlage für seine Anekdoten dienen. Horst Evers bezeichnet sich selbst als Geschichtenerzähler. Dabei ist ihm vor allem daran gelegen, “das Erlebte zu pointieren und eine Dramaturgie hinein zu bringen”. Die Resultate sind gleichermaßen lebensnah wie urkomisch.
1CD, 2006

ISBN-10:3-96604-267-1
ISBN-13:978-3-86604-177-6
Preis: 14,95 EUR


Gefühltes Wissen

Um etwas wirklich zu verstehen, ist es oft gar nicht gut, wenn man zu viel darüber weiß.
Neue skurrile Geschichten des Berliner Erzähl-Entertainers.
Live aus dem Mehringhoftheater in Berlin, 2004.
ISBN 978-3-86604-123-3
1 CD, ca. 74 min, 2005
Preis: 14,95 EUR


Horst Evers erklärt die Welt

Horst Evers eröffnet bei seinen Lesungen einen eigenen Mikrokosmos des Absurden. Haarsträubende Geschichten, charismatisch vorgetragen.
Liveaufnahmen von 2000 und 2001 (WDR / WortArt / Zungenschlag e.V.).
ISBN 978-3-86604-122-5
1 CD, ca. 77 min, 2002
Preis: 14,95 EUR


Schwitzen ist, wenn Muskeln weinen (Programm-Beschreibung)

In der heutigen Zeit muss man flexibel sein. Sagen die Experten. Das denkt Horst Evers auch immer, wenn er beim Brötchenholen in den Regen kommt, die Shampooflasche rausholt und sich erstmal die Haare wäscht.

Unsere Gesellschaft verändert sich rasend schnell. Wo heute noch Industriefeinmetallfräser gesucht werden, können es morgen schon wieder Ärzte sein. Und wer dann nicht vorbereitet ist, wer also in seinen Metallfräsepausen Kaffee getrunken hat, statt sich mit einem Medizinstudium weiterzubilden, der ist dann selber schuld. Sagen die Experten. Wer den Anschluss nicht verlieren will, muss nahe dran sein an den Veränderungen. Andererseits: Die Ersten, die gemerkt haben, dass es dieses Jahr womöglich zu viele Störche gibt, waren ja die Frösche.

Seien wir ehrlich, richtig tolle Ratschläge, wie von den vielen, vielen wunderbaren Experten in unserem Lande werden Sie in diesem Programm nicht erhalten. Auch sollten Sie keine ausgebufften Weisheiten über die Dummheit der Menschheit an sich, sowie des Fernsehens und der Politik im Speziellen erwarten. Stattdessen werden Ihnen Geschichten erzählt. Geschichten, die überdies noch ohne Kalauer oder Zoten auskommen müssen. Denn daran hätte der Autor keinen Spaß. Und tatsächlich ist dies, offen gestanden, die wichtigste Motivation von Horst Evers: selbst an jedem einzelnen Abend eine unbändige Freude an seinem Programm zu haben. Deshalb liest, singt und erzählt er auch im ganz neuen Programm „Schwitzen ist, wenn Muskeln weinen“ viele kleine Geschichten aus dem Hier und Jetzt. Geschichten, die allerdings sehr komisch sind. Denn ohne Lachen wäre auch ihm die ganze Gegenwart nix.


Radio

Seit 1992 produziert das WDR-Radio Geschichten von und mit Horst Evers. In vielen Sendungen von der “Ohrenweide” bis zur “Unterhaltung am Nachmittag” war und ist Horst Evers seitdem vertreten. Seit März 2010 ist er zudem Gastgeber und Moderator der schönen Sendung “Die Vorleser” auf WDR 5. (nächster Termin 26. Mai 2010 im Pantheon in Bonn, mit Herbert Feuerstein, Ralf Sotschek, Tilmann Birr und Jan Böhmermann)

Nach 1999 wurden auch Evers-Texte in allen anderen öffentlich-rechtlichen Radioanstalten produziert. Horst Evers geht immer sehr gerne zu Radiosendungen.

2002 begann die Zusammenarbeit mit Daniel Finger und Sven Oswald für radioeins im RBB. Seitdem wird jeden Sonntag irgendwann zwischen 10.30 Uhr und 11.30 Uhr eine neue Geschichte von Horst Evers auf radioeins in der Sendung Zwei auf eins(früher “Stiltrieb”) ausgestrahlt. Seit 2008 ist auch am Donnerstagmorgen eine Evers-Geschichte in radioeins – der schöne Morgen zu hören.

Der nächste Aufnahmetermin ist am 10. Mai, 19.30Uhr in der A-Lounge.

Fernsehen

Ach. In quasi jeder Kabarett- und/oder Kleinkunstsendung im deutschsprachigen Bereich war Horst Evers schon einmal zu Gast. Häufig auch häufiger. Eine Auflistung der ganzen Sendungen an dieser Stelle ist, denke ich, nicht notwendig.


Religiöse Orientierung

Das Telefon klingelt. Ich gehe ran.

»Ja.«

»Guten Tag, spreche ich mit Herrn Evers?«

»Ähm, sag ich nicht.«

»Ach. Warum nicht?«

»Na, weil ich noch gar nicht weiß, ob Herr Evers überhaupt mit Ihnen sprechen will. Falls nicht, ist es mir glaub ich lieber, wenn ich jemand anderes bin.«

»Verstehe, ich rufe an im Auftrag der Gemeinschaft der globalen Erneuerungskirche. Herr Evers, dürfte ich Sie fragen, bei welchem Religionsanbieter sie sind.«

»Äh, evangelische Kirche.«

»Schön. Herr Evers, haben Sie schon mal daran gedacht Ihren Religionsanbieter zu wechseln?«

»Äh? Ah jetzt weiß ich‘s, ich bin nicht Herr Evers!«

»Was?«

»War nur‘n Versuch.«

»Herr Evers, wir denken, Ihre alte Kirche kassiert zuviel Glauben von Ihnen.«

»Ach, soviel ist das eigentlich gar nicht, was ich da glauben muss. Das ist schnell weggeglaubt. An sich ist das fast nix.«

»Herr Evers, Ihre Kirche verlangt von Ihnen erhebliche Gebühren und bietet Ihnen nur den Zugang zu einem einzigen Netz.«

»Ach.«

»Bei uns haben Sie schon in der Economy-all-religion-flat Zugang zu 6397 verschiedenen Göttern, darunter alle großen Weltreligionen. Alle Netze – ein Tarif, verstehen Sie? Inklusive kostenlosem Hotline Service bei plötzlichen Glaubensstörungen … «

Ich lege auf. Ich finde, man sollte nur an einen Gott nicht wirklich glauben. Wer an ganz viele Götter nicht wirklich glaubt, dem mangelt es, meiner Meinung nach, an religiöser Orientierung.

Auf dem Amt

Seit gut drei Minuten starrte die Frau am Schalter jetzt schon auf meinen Personalausweis. Endlich schaute sie auf.

»Name?«

»Strobinsky, Horst Strobinsky.«

»Was?«

»Strobinsky, Horst Strobinsky.«

»Hier steht aber Evers, Horst Evers

»Was?!, zeigen Sie mal, …, ach so klar, geschrieben wird es Evers, Horst Evers, es spricht sich aber Strobinsky Horst, Strobinsky.«

»Ach. Könnse das buchstabiern?«

»Klar. E-V-E-R-S, Strobinsky, Horst Strobinsky.«

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