Willkommen auf den neuen Heimseiten von Horst Evers
Vieles ist schon schön geworden. Manches braucht noch ein bisschen, aber alles ist in Behandlung. Es gibt Informationen über die Programme, die Veranstaltungen, Bücher, CDs und über Horst Evers selbst.
An jedem Dienstag erscheint ein neuer Text oder zumindest Textschnipsel im Blog. Andere Neuigkeiten, wichtige Mitteilungen oder Kommentare zum Weltgeschehen kommen natürlich auch mal zwischendrin.
Natürlich kann jeder Kommentare und Grüße, Beschwerden und Lob, Lehrreiches und Verwirrendes auf der Seite hinterlassen. Um jedoch unnützem Spam den Zugang zu verweigern, werden alle Beiträge zunächst von einer internationalen, konfessionsübergreifenden und fachkundigen Jury geprüft, ehe sie freigeschaltet werden. Dies kann auch schonmal ein wenig dauern. Das ist zwar ein wenig schade, aber notwendig, um sexistische, rechtsradikale oder kapitalistische Inhalte von den Seiten fernzuhalten. Also zumindest von sexistischen, rechtsradikalen oder kapitalistischen Inhalten, die von außen kommen.
Bis bald,
Horst
Der Winter endet und es gibt zusätzliche Vorstellungen in Hamburg, Köpenick und Leipzig (22-02-2012)
Nachdem der Jahresrückblick nun schon seit einiger Zeit abgespielt ist und ich jetzt auch das Manuskript für den Kriminalroman abgegeben habe, kann der Winter eigentlich von mir aus aufhören. Zwar wird es beim Roman noch einiges zu überarbeiten oder umzuschreiben geben, aber nun kann ich schon wieder anfangen, auch anderes nebenher zu schreiben. Aufgetreten bin ich ja ohnehin trotz des intensiven Schreibens immer wieder.
Zumindest eines läßt sich jetzt schon sagen. Vom Umfang her, habe ich noch nie, so viel, in so kürzer Zeit geschrieben. Ich hätte nicht gedacht, daß dies geht und auch noch einen derartigen Spaß machen kann. Bald muß nun auch eine Entscheidung über den Titel fallen, wenn dies soweit ist, werde ich es hier vermelden. Am 1. September wird das Buch jedenfalls erscheinen.
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Da das Mehringhofgastspiel bereits mitsamt der Zusatzvorstellung komplett ausverkauft ist, werde ich am 17. März auch noch in Köpenick, in der Freiheit 15 spielen.
Im Polittbüro in Hamburg bin ich am Tag davor, am 16. März zu Gast und am 15. März auf der Buchmesse in Leipzig. Auch da werde ich lesen, in der Halle 5 um 14.00Uhr, bei den Auszubildenden des deutschen Buchhandels.
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Aktuell jedoch geniesse ich meine Nord/Nord-Ost-Tour. Gerade war ich in Salzwedel, das war ein sehr schöner Abend. Morgen besorge ich im Ort noch Baumkuchen, bevor es zum Marzipankaufen nach Lübeck geht. Freitag Schwerin, dann Rostock und zum Abschluss Neuruppin. Eine schicke Tour. Näheres wie immer bei den Terminen oder direkt bei der Agentur unter www.rampensau.de
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Im Übrigen bin ich froh, nicht die geringsten Erwartungen an den gegangenen, wie an den anrollenden Bundespräsidenten gehabt zu haben oder haben zu werden, werde aber vermutlich nichtsdestotrotz dennoch wieder enttäuscht werden.
Damit aber niemand vom Frühling enttäuscht wird gibt es nebendran noch kluge Tipps für eine perfekte Frühjahrsfigur
allen viel Gutes wünscht
Horst Evers
Tricks für den Frühling (22-02-2012)
Manche Dinge hört man nicht gern. Wie ich, der ich neulich hören musste, der Mel Gibson, der sei ja fast 20 Jahre älter als ich und was der doch für einen tollen Körper hätte! Wie straff und durchtrainiert! Und dann jetzt ich im Vergleich!
Dabei kann man das doch gar nicht vergleichen! Das weiß man doch noch gar nicht, was für einen Körper ich in fast 20 Jahren habe. Vielleicht ist der dann sogar noch fitter und durchtrainierter, als der von Mel Gibson, der alten Schabracke. Außerdem, wer weiß, wie der das angestellt hat?
Ich habe kürzlich gelesen, wenn man sich das Fett absaugen lassen würden, also jetzt beispielsweise am Bauch, sich das Fett mit samt der Fettzellen absaugen lassen würde, dass es dann, wenn man normal weiterlebte, innerhalb kurzer Zeit zurückkäme. Aber eben nicht am Bauch, da es dort ja keine Fettzellen mehr gäbe, sondern eben am Hintern, am Hals oder an den Waden.
Fand ich faszinierend, diese Vorstellung. Das Fett findet einen Weg. Wenn das wirklich so ist, müsste es aber eigentlich auch anders herum funktionieren.
Also wenn man sich an irgendeiner Stelle des Körpers ganz, ganz viele Fettzellen spritzen oder anoperieren lassen würde, müssten diese dann ja umgekehrt auch Fett aus dem restlichen Körper abziehen können. Also man knallt eine Stelle des Körpers bis oben hin voll mit Fettzellen, so dass diese, weil sie gefüllt werden wollen, sich das Fett aus dem restlichen Körper holen müssen, wodurch der dann natürlich ganz straff und durchtrainiert ist.
Die einzige Frage wäre, welche Stelle würde sich am ehesten eignen, um das gesamte überschüssige Fett des Körpers zu sammeln. Möglichst unauffällig. Direkt oben auf dem Kopf könnte man es dann unter einer riesigen Mütze verstecken. An den Oberarmen dagegen könnte man es mithilfe eines geschickten Oberarmkorsetts wie Muskelberge aussehen lassen.
Oder man setzt die ganzen Fettzellen einfach alle auf die Füße. Dann müßte man sich aber selbstverständlich auch entsprechend große Sportschuhe anfertigen lassen, z. B. Clownsschuhe.
Gehen wäre dann natürlich schwierig. Für weitere Strecken müßte man sich eventuell so einen elektrischen Stehroller besorgen, wie diese Dinger mit denen jetzt häufig Stadtführungen gemacht werden.
Das ist dann zwar nicht sehr gesund, weil man sich ja gar nicht mehr richtig selbst bewegt, aber andererseits auch egal, weil das ganze Fett sowieso in die Füße geht. Müßte funktionieren.
Also ich zumindest schaue, seit mir diese Zusammenhänge klar geworden sind, bei besonders gutaussehenden, durchtrainierten Leuten immer als erstes auf die Füße und muss sagen, jetzt Mel Gibson zum Beispiel, ich meine früher hat der nicht so große Füße gehabt.
Flucht aus der Euro-Zone (8. 11. 2011)
Ich fahre in die Schweiz, aber um alle Spekulationen direkt im Keim zu streicheln, möchte ich auch gleich eine Garantie, also mein Ehrenwort geben, dass ich am Sonntag wieder nach Berlin zurückkehre.
Vorher spiele ich aber drei Abende im Ticino in Wädenswil, wo ich nun wirklich schon sehr häufig zu Gast sein durfte. Deshalb freue ich mich auch mit sehr guten Grund auf diese Tage und Nächte. Entgegen aller finanzpolitischen Vernunft werde ich aber die Gage aus soliden Schweizer Franken nicht nutzen, um aus dem Euro zu fliehen, sondern wie immer fast alles in gewinnträchtige Schokolade und Käse anlegen.
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Praktisch auf dem Weg werde ich auch in Deizisau haltmachen. Auch dort bin ich dann schon zum vierten Mal, weshalb ich nicht mehr gucken muss, wo das eigentlich ist, sondern direkt Plochingen mit dem Zug anfahre.
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Ein außergewöhnlicher Abend war für mich natürlich der Auftritt im Theater von Diepholz. Ich hatte nicht erwartet, soviel Schulfreunde, ehemalige Lehrer, Nachbarn und Bekannte im Theater dabeihaben zu dürfen. Das war wirklich ein aufregendes und besonderes Erlebnis. Danke dafür.
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Nebendran noch ein Text, den ich aus gegebenem Anlass jüngst aktualisiert habe. Geschrieben habe ich das eigentliche Zukunftsfragment mit den Sprachenrechten schon 1994.
allen viel Gutes wünscht
Horst Evers
Zukunftsfragmente (8. 11. 2011)
Die Zukunft. Wie wird sie aussehen? Was wird uns erwarten? Wie werden wir in 30 Jahren leben, reisen und sprechen? Folgende fragmentarische Aufzeichnungen aus dem Jahr 2042 vermitteln uns einen ersten Eindruck über das mobile Leben und unsere Kommunikationsmöglichkeiten der Zukunft.
Fragment 27 – Sprachrechte
Als Griechenland, Italien und die USA in der zweiten Hälfte des Jahres 2012 keine andere Möglichkeit mehr sahen, der gigantischen Staatsverschuldung Herr zu werden, fassten sie in ihrer Not einen folgenschweren Entschluss. Sie verkauften die Rechte an ihren Sprachen. Der scheinbare Erfolg dieser Maßnahme und die anfängliche Zurückhaltung der neuen Spracheigentümer veranlassten die Regierungen zunächst einiger und schliesslich aller anderen Länder, es ihnen nach zu tun und die Rechte an ihren Sprachen an Großkonzerne oder Banken zu verkaufen.
Nach wenigen Jahren waren sämtliche Sprachen dieser Erde in Privatbesitz. Nun gab es allerdings für die neuen Spracheigentümer kein Halten mehr. In Windeseile explodierten weltweit die Gebühren für das Benutzen von Sprache. Bald schon konnten sich nur noch sehr wenige Menschen ein paar Sätze in beispielsweise Oxford-Englisch leisten. Windige Spekulanten trieben die Preise für Sprache an den Börsen dieser Welt in die Höhe, und immer wieder gab es Crashs, durch die eine Sprache nach der anderen pleite ging.
Kaum jemand kann sich heute mehr eine komplette Sprache leisten. Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung spricht mittlerweile bayrisch, da dies die mit Abstand billigste Sprache auf dem Weltsprachenmarkt ist. Und seit aufgrund des Druckes der Sprachmultis das Recht auf eine Verständigungsmöglichkeit aus dem Weltmenschenrechtskatalog entfernt wurde, kann sich knapp ein Drittel der Weltbevölkerung nicht einmal mehr bayrisch leisten.
Natürlich gibt es auch überall auf der Welt Menschen, die einfach schwarz reden. Zudem hört man immer wieder von illegalen Küchenzirkeln, die sich dort an wahren Quatschorgien berauschen. Vielen Menschen gefällt aber auch die grundsätzliche Stille, die durch die teuren Sprachtarife jetzt zumeist in den Städten herrscht und wer denn doch einfach nicht aufs legale reden verzichten möchte, für den gibt es ja immernoch die relativ kostengünstigen Lalltarife zwischen 2.00 und 5.00 Uhr nachts.
Niedersachsen im Herbst (2. 11. 2011)
Gleich siebenmal werde ich im Herbst in Niedersachsen spielen. Das ist großartig und mir ein außerordentliches Fest. Daher habe ich auch schon angefangen, das Lied über Niedersachsen wieder zu suchen, um dies vielleicht als spezielle Würdigung am Ende der Vorstellungen vortragen zu können.
Wer wissen möchte, wie ein Herbst in Niedersachsen ist, dem empfehle ich die Geschichte “Niedersächsischer Herbst” im aktuellen Buch. Vielleicht bekommt man da ja sogar Lust aus einem anderen Bundesland mal vorbei zu schauen.
Der Auftakt meiner Niedersachsen-Tour ist schon Morgen in Diepholz. Das ist natürlich nochmals ein ganz besonderer Auftritt für mich. Das letzte Mal stand ich im Theater in Diepholz auf der Bühne, als ich dort die Abiturrede gehalten habe. Das ist schon länger her, als man meint.
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In der Folge geht es nach Nordenham (auch zu Nordenham gibt es ja eine Geschichte im aktuellen Buch) und Oldenburg.
Ich werde übrigens versuchen am Sonntag dann rechtzeitig direkt aus Oldenburg bei der Novemberpremiere des Frühschoppens in Berlin dabei zu sein. Wenn die Bahn mir keinen Strich durch die Rechnung macht, sollte das eigentlich gelingen.
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Gestern Abend, am Dienstag, habe ich in der A-Lounge auch wieder neue Geschichten für Radio1 aufgenommen. Es war ein sehr schöner Abend. 17 neue Geschichten, 14 davon habe ich wirklich an diesem Abend zum ersten Mal gelesen. Ich danke allen, die dabei waren und mich so schön über diesen Abend gebracht haben. Zu hören wird das ganze nun in den nächsten Wochen auf Radio1 sein.
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Nebendran steht nochmals ein wenig Bonusmaterial zum Buch. In der nächsten Woche gibt es wieder einen Auszug aus einer Geschichte und jetzt schlafe ich mich erstmal aus. Waren lange Nächte, um die neuen Geschichten zu schreiben und morgen in Diepholz will ich unbedingt wach sein
allen viel Gutes
wünscht
Horst Evers
Bonusmaterial Teil 10 (2. 11. 2011)
Eigentlich hatte ich für das Buch einen großen Servicebereich mit reichhaltigem Bonusmaterial vorgesehen. Doch dann war leider zu wenig Platz. Daher werde ich diese kurzen Hintergrundinformationen nun nach und nach hier auf den Heimseiten veröffentlichen.
Die beige Einzelzelle der Liebe
Meine Tochter kann sogar häkeln. Und zwar richtig gut, sogar besser als ich. Schon jetzt kann ich übrigens ankündigen, dass es im nächsten Buch eine weitere Geschichte über Konrad und seine Familie geben wird. Bis dahin dauert es aber noch eine Weile
geschrieben im April 2009
Wann lacht der Eskimo?
Ja, der Eindruck ist richtig, diese Geschichte und die von den Zwei-Wege-Schaufenstern habe ich an einem Nachmittag schnell und direkt hintereinander weg geschrieben, da am Abend Radio-Kolumnen aufgenommen werden sollten. Manche Ideen hat man auch nur, weil es einen Abgabetermin gibt. Trotzdem mag ich beide Geschichten sehr. Auch wenn es die Zwei-Wege-Schaufenster gar nicht ins Buch geschafft haben. Wenn die Gehwege wieder vereist sind, werde ich die aber hier auf der Homepage veröffentlichen.
geschrieben im Februar 2010
worst ever
Ähnlich zur berühmten Frage, was man denn auf eine einsame Insel mitnehmen würde, könnte man natürlich auch die Frage stellen, welche Erfindungen würdest Du in ein früheres Zeitalter mitnehmen.
Zur Leibeigenschaft: Es gibt Theorien, daß die diese Zeit ohne Leibeigenschaft in Westeuropa nur eine ganz kurze Phase in der Menschheitsgeschichte ist. Und betrachtet man die Entwicklung, so kann man auch den Eindruck gewinnen, dass die Wiedereinführung durchaus gewollt ist und unmittelbar bevorsteht.
Wer auf Anhieb weiß aus welchen Science-Fiction-Geschichten, welche Außerirdischen sind, darf später im hypermodernen, luxuriösen Raumschiff mitfliegen.
Besonderer Dank geht an Jana, für ihre schöne Idee zu einem Teil dieses Textes.
geschrieben im September 2010
Witze, Würde, Wahnsinn (25. 10. 2011)
Mit einem schicken Gästeaufgebot machen die Vorleser am Dienstag ihren Anstandsbesuch beim Köln-Comedy-Festival. Natürlich in der Comedia darf ich Jan Weiler, Dietmar Wischmeyer und Oliver Welke empfangen. Bei solchen Gästen kann man sich wohl recht gelassen auf einen sehr schönen Abend freuen. Da könnte höchstens der Moderator was verbocken, aber ich werde alle schlechten Witze schon auf der Zugfahrt den Mitreisenden erzählen, dann habe ich die bis zum Abend vom Hals.
Interessant, dass die Namen von allen drei Stargästen mit “W” beginnen. Da könnte man jetzt durchaus so einen Internetwitz mit WWW.… machen. Aber ich finde, selbst in so einem launigen Homepageartikel sollte man sich eine gewisse Würde bei den Witzen bewahren. Deshalb also leider ohne Witz, aber schön wirds werden am Dienstag. Der Sendetermin ist am Sonntag, dem 6. November um 20.00Uhr auf WDR5.
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Donnerstag und Freitag geht es nach Gütersloh und Markkleeberg, dann in die Wühlmäuse und schliesslich am Sonntag nach Lüneburg zur NDR-Aufzeichnung der “Intensivstation”. Ausgestrahlt wird die im Radio am Montag (31. 10., NDRinfo, 21.05Uhr) und im TV am Donnerstag (3. 11., N3, 23.30Uhr)
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Außerdem werden auch wieder neue Geschichten für Radio1 aufgezeichnet. Am Dienstag, dem 1. November in der A-Lounge. Die Karten kann man wie immer nirgends kaufen, sondern nur gewinnen. Nämlich am Sonntag davor bei “2 auf 1″. Also auch das eigentlich wie immer.
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In München waren es sehr lange, sehr schöne Nächte. Die Tage waren auch okay. Gleichzeitig mit mir waren ja Pigor und Eichhorn da, nach mir ist Ahne in die Künstlerwohnung gezogen. Womöglich spielen mehr Berliner in München, als in Berlin.
mal schauen, wie das in Köln, Gütersloh und Markkleeberg ist.
nebendran Auszüge aus einer Geschichte über das Tuten, ansonsten allen viel Gutes wünscht
Horst Evers
Das Tuten (25. 10. 2011)
Donnerstagnacht 4Uhr 20. Es tutet in der Wohnung. Aber ein Tuten, dass ich so gar nicht kenne und in großem Abstand. Bestimmt eine Minute zwischen den einzelnen Tutern.
Das Handy? Das überrascht mich ja immer noch mal wieder mit neuen Alarmtönen. War schon oft überrascht, wieviele Geräuschideen mein Handy so hat. Vielleicht hat das Kind ja nochmal eine Neue entdeckt und direkt eingestellt. Auf 4 Uhr 20. Einfach nur um zu zeigen, wie viel besser als ich, es mit meinem Handy umgehen kann. Aber nein, das Handy liegt einigermaßen entspannt vorm Bett, während es von irgendwo anders her tutet.
Das Handy der Freundin? Auch nicht. Der Wecker? Nee. Der Computer? Alles nicht.
Donnerstagnacht 4Uhr 25. Es tutet in der Wohnung. Gehe im Kopf die möglichen Ursachen für dieses Tuten durch. Es ist erschütternd, wieviele Geräte wir in der Wohnung haben, denen ich im Prinzip ein nächtliches Tuten zutrauen würde. Drucker, Fernseher, Musikanlage, Kaffeemaschine, Tuner, Waschmaschine, Digitalkamera…
4Uhr30. Es tutet in der Wohnung. Laufe durch die Wohnung, gehe alle meine Geräte mit Tuutpotenzial ab. Aber nichts, alle diese Geräte verhalten sich ruhig. Verdammt. Die Freundin ist wach geworden. Sie brüllt, warum in Gottes Namen ich denn bitte um die Uhrzeit in der Wohnung rumrenne? Sie sei davon aufgewacht. Und ich soll gefälligst mit dem Tuten aufhören.
4Uhr 40: Laufe jetzt gemeinsam mit der Freundin durch die Wohnung und suche das Tuten. Das Kind wacht auf. Fragt, warum wir noch wach sind, ob wir wieder heimlich Gruselfilme gucken? Wir schicken sie zurück ins Bett. Die Tochter geht, fragt aber noch, ob es eigentlich brenne, weil ja die Rauchmelder die ganze Zeit tuten.
Die Rauchmelder, vor drei Jahren waren die im Angebot, deshalb haben wir da für alle Zimmer welche gekauft und installiert. Und deshalb gehen jetzt praktisch gleichzeitig in einer Nacht alle Batterien leer. Darum machen die jetzt einen Warntuut, alle zwei Minuten. Natürlich sind keine Ersatzbatterien da.
…
Werde morgen neue besorgen. Nehme erstmal alle Batterien raus, damit das Tuuten aufhört.
Kann dann nicht wieder einschlafen. Bei dem Gedanken, wenn es ausgerechnet jetzt brennt, wo ich alle Batterien rausgenommen habe, kann ich nicht mehr einschlafen. Wenn ich aber die Batterien wieder reinmache, kann ich wegen des Tuutens nicht wieder einschlafen. Eine klassische Lose-Lose-Situation. Sitze den Rest der Nacht wach vor den Rauchmeldern und Wache persönlich darüber, dass es nicht brennt.
… … …
(Den Schluss lasse ich hier weg, wird sonst zu lang für die Homepage)